Die Stadt der tausend Angstvögel

Ein Wochenende in Wie, ein schönes Erlebnis, ein Bereicherung des eigenen Horizontes, ein neuer Tagebucheintrag, ein paar kleine Mitbringsel….
Zuerst mal war es nicht Wien an sich, dass das Wochenende schön gemacht hat, aber das ist doch jetzt auch nicht so wichtig, es war eher viel mehr ein kleines Familientreffen, aber auch egal…es ist nicht das, was mich hier sein lässt.

Du kommst nach Wien und denkst dir: Hmm, eine Großstadt, die größte in Österreich, das wird sicher toll! Noch dazu ist es die Hauptstadt…was einen da wohl so alles erwartet?
Leider Gottes muss ich sagen, war ich echt enttäuscht und das gilt jetzt nicht nur für Wien, das gilt für unsere Gesellschaft, aber vor allem für die gr0ßen Städte.
Einen schönen Tag, das ist alles, was du willst, einen schönen Tag in Wien. Doch wie kommst du wohin, du willst nach dem Weg fragen und die Leute rennen vorbei, außer denen, die sich selbst genauso wenig auskennen wie du – Außnahmen gibt es sicherlich, aber der Großteil hilft dir nicht so wirklich. Aber es ist nicht die Unfreundlichkeit, die mich so betrifft, ich meine, es ist mir wirklich egal, wenn ich gefragt werde, ob ich bete, wenn ich am Boden sitze oder nur mit unfreundlichen Blicken bedacht werde, doch was mich wirklich zu tiefst betrifft, ist die Angst.
Es gibt kein Wien ohne Stress, gibt keine große Stadt ohne diesesn ständigen Begleiter, keiner kann mal irgendwo kurz stehen bleiben, jeder rennt herum als wäre der Teufel persönlich hinter ihm her und wenn du ihnen im Weg stehst, haben sie Mühe dir noch ausweichen zu können.  Jeder zweite zieht ein Gesicht wie drei Tage Regenwetter, es ist nicht zum Aushalten… Keiner ist mehr gewillt irgendwem zu helfen und wer nicht in ihre krassen Normen passt, wird verständnislos angesehen. Die Angst ist hier ein ständiger Begleiter, du hast das Gefühl als wären sie alle paranoid. Ein kleines Mädchen, das hinfällt und alle laufen einfach weiter, keiner sieht hin, wird dann aber ein Mann von der Straßenbahn mitgezogen laufen alle hin und sehen zu, aber es hilft keiner. Nur noch Sensationsgier und kalte Gefühle, so kommt mir die Welt heute vor und es wird nicht mehr lange dauern bis die ganze Welt zu eben genau dieser Stadt der tausend Angstvögel wird, die alle nur nach dem Besonderem suchen…
Aber da sage ich, ohne mich, ich fliege lieber auf den Pluto zurück, steige aus dem Wasser aus, ich schwimme nicht mehr mit, ich bin es leid einer von tausend Fischen zu sein und genauso kalt und paranoid zu werden wie die.

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Über plutoanier

Normal? Nein, das bin ich sicher nicht...vl bin ich nicht so anders, wie ich denke, doch bin ich niemand dieser ganzen mit der Masse Schwimmer. Es war vor ein paar Jahren, da sind wir auf diesen Namen gekommen, Pluto, ich und meinesgleichen haben beschlossen, wir sind sicher nicht von diesem Planet, sonst würden sie uns nicht immer so komisch ansehen, doch hin und wieder muss es auch eine Erdstrandung geben. Was uns auszeichnet? Individulität, Sturheit, mit dem Kopf durch die Wand und vor allem eines: Anders und verrückt sein!
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