Abflug und Landung

Mit großem Bedauern aber auch Freude muss hiermit verkündet werden…
Ach was soll all dieses formelle Gelaber, das gibts hier auf unserem Pluto doch gar nicht, nun aber der Inhalt bleibt derselbe. Es tut mir zwar leid, aber doch nicht sosehr, denn dieser Blog hier wird geschlossen, er wird zwar nicht gelöscht, aber er wird nicht mehr weitergeführt.
Dennoch sagt unser Nichtplanet Pluto nicht ganz Lebewohl, denn er hat sich nur neu gegründet:

http://www.ison.at/plutoanier/

Das wars von mir, aber bitte bitte keine großen Tränen, denn wir landen ja bald wieder irgendwo

_________________________________________________by at plutos______

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Stadt der Kunst und Menschenaufläufe

Einen Tag, nur einen einzigen Tag, noch nicht einmal 24 Stunden und doch sind es Eindrücke, die eine ganze Woche füllen könnten. Soviel geschieht auf einmal, es ist zufiel um es alles in sich aufzunehmen, zu viel, als dass sich unser Gehirn darauf einstellen könnte, zu viel, als dass wir es uns merken könnten, alles ansehen könnten, die Details erfassen könnten. Du fühlst dich wie taub und doch als würdest du schweben, fühlst dich erdrückt, aber doch federleicht, all die Eindrücke prasseln auf dich nieder, du fängst sie auf und es geht schneller vorbei, als du denken kannst.

Vier Uhr morgens, nein eigentlich etwas früher, bald wird es losgehen. Wir sehen uns an, geschlafen haben wir nun doch ein bisschen, zwar nicht mehr als zwei Stunden, aber immerhin. Kurz ins Bad, nochmal in die Küche, dann ist jeder bereit. Es sind nur zehn Minuten, des Nachts, ein paar Taxis und verirrte Betrunkene sind die einzigen die wir treffen. Kein Verkehrslärm, Graz ist so still wie noch nie.
Noch ein Blick auf die Uhr, nun wissen wir es, es ist kurz nach vier, der Bus ist schon in Sicht. Das Handy hat bereits geläutet, nun sollten wir uns beeilen, sonst verpassen wir ihn noch. Kaum eine Minute später ist es geschafft, etwas keuchend sitzen wir im Wagen, es wir durchgezählt, dann gehts los.
Müde Gesichter, schlafende Mädchen, zusammengekauerte Jungen, quatschende Studenten, schlaftrunkene Freunde, dumpfer Lärm, leises Gerede, unterdrücktes Gähnen, der Bus wird schnell still.
Das Fahrgeräusch stirbt ab und ich wache auf, wecke die Person neben ihr. Wir müssen raus. ‘Ob wir schon da sn? Nein.’ Ist nur ein kurzer Zwischenstopp, muss ja immerhin auch eine Pause geben, doch von da an ist der Bus wieder lauter, die Vorfreude steigt, die Gespräche nehmen an Lautstärke zu und schließlich wird es auch heller. Der Tag beginnt seinen Kampf gegen die Nacht, ein Blick nach draußen reicht, es wird grau, nass und kalt.

Endlich, nach langer Fahrt, ein paar Seiten von Schrift und endlose Gespräche später kommen wir an. Venedig steht zwar nicht unter Wasser, aber dafür gibt es schon Vorkehrungen. Vor aqua alta wird gewarnt, wir können nicht vom Troncento wegfahren, dazu steht das Wasser zu hoch. Auf dem Fußmarsch bekommen wir erste Eindrücke. Venedig sieht aus wie eine normale Stadt, nur das die Häuser vorwiegend alt sind. Als wir dann schließlich auf der Va… sind, beginnt die Fahrt. Für diejenigen von uns, die das erste Mal in Venedig sind, ist es toll. Du fährst mit dem Bott, als sei es ein normaler Bus, links und rechts die Hauseingänge direkt in den Canale Grande. Ein paar dieser Hauseingänge stehen unter Wasser, der Markusplatz aber Gott sei Dank nicht.
Nach einer Fahrt von  etwa 40 Minuten kommen wir an, der Eigang zur Bienalle ist zwar nicht mehr so spektakulär wie der alte, aber trotz allem ist die Atmosphäre gut. Von hier an gehts alleine los, der einzige Auftrag, die Postkarte zu gestalten, das bekommt wohl jeder mit. Hinein geht es in eine Welt voller Kunst und Obszönitäten, die wohl nicht jeder versteht. Ich muss schon sagen, es sind einige tolle Dinge, sehenswerte Dinge, Sachen, bei denen ich wirklich von Kunst sprechen kann, aber dann auch wieder Dinge, deren Bedeutung uns verborgen blieben. Wir waren nicht lange, vielleicht zwei Stunden, aber was wir gesehen haben, hat sich gelohnt. Selbst wenn das ein oder andere Pavillon ein Reinfall war und wir nicht bis zur Arsenale gekommen sind, so war es im großen und ganzen ein schönes Erlebnis. Zu sehen, wie verschiedene Künstler mit ein und demselben Thema umgehen, was verschiedene Nationalitäten, wenn man es so nennen kann unter Kunst verstehen. Vieles ist verständlich, einleuchtend, faszinierend, doch anders ist vollkommen unverständlich, abstrakt und verschwommen, fast abstoßend.
Insgesamt war es aber lohnenswert, selbst wenn es bei gutem Wetter wahrscheinlich noch erstaunlicher gewesen wäre, so waren aber, zumindest nehme ich dies an, weniger Leute dort und wir konnten uns freier bewegen.

Aber schon die Stadt alleine hätte sich gelohnt und das wohl nicht nur für mich, die zum ersten Mal dort war. Die kleinen verwinkelten Gassen, die hübschen Häuser, die Brücken, Kanäle und das schöne Pflaster, es gibt dort zuviel als dass man es alles aufnehmen kann. Ich bin mir sicher, dass man selbst beim zehnten Mal noch Dinge entdeckt, die man zuvor nicht gesehen hat. Ohne Karte ist es zwar gefährlicher sich zu verirren, da durch das Wasser und die Häuser der gleichen Bauart eine Straße wie die andere aussieht, außerdem kann es schon einmal passieren, dass der Weg plötzlich vor dem Kanal endet, aber keine Brücke vorhanden ist, trotzdem ist es schöner, durch eine Stadt zu laufen, ohne den Stadtplan in der Hand zu halten.
Der Markusplatz an sich ist zwar schön. aber sehenswerter ist die Stadt, die sich dahinter verbirgt. Ein Platz voller Menschen, selbst wenn er am Canale Grande liegt und jegliches Grün entfernt wurde, ist nichts einzigartiges, aber die kleinen Gassen dahinter, die vielen Brücken, Gondeln und was sich hinter den Sehenswürdigkeiten versteckt, ist sehenswerter. Obwohl man dies wahrscheinlich so nicht sagen kann, da Venedig ja an sich schon eine Sehenswürdigkeit ist.
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Heimreise

Berge, Hügel und Bäume. Wiesen, Blumen und Bäche. Straßen, Brücken und Häuser. Autos, Räder und LKWs. Alles zieht an mir vorbei, als wäre die Welt stehen geblieben und ich wandere hindurch. Auch hier im Inneren des Zuges, in diesem kleinen, erschreckendem Abteil, steht die Welt merkwürdig still. Es ist still und doch ist es laut, als wären deine Ohren beschlagen, als könntest du nichts mehr in dich aufnehmen, als wären deine Ohren überfordert damit einfache Eindrücke in sinnvolle Töne zu verwandeln. So wandert dein Blick aus dem Fenster, in der Hoffnung dort einen Ausweg aus diesem Desaster zu finden. Alles schwebt vorbei, die ganze Welt wie es scheint. Du kannst den Augenblick nicht festhalten. Siehst zwar die Wiesen, die Bäche, die vorbeiziehenden Züge, die kleinen Wolken, den blauen Himmel. Du nimmst die Strommasten wahr, erkennst den ein oder anderen Baum, lässt dich von der Sonne blenden, doch es dringt nicht wirklich zu dir durch. Es fühlt sich an, als wärst du isoliert und du fühlst dich eingesperrt, deine Kehle ist trocken, deine Lunge zieht sich irgendwie zusammen. Du könntest lachen, aber gleichzeitig auch heulen.

Da dringt ein vertrauter Laut zu dir durch. Und dieser Laut lässt dich aus deiner Starre erwachen du greifst zu deinem Handy, zu diesem kleinen unscheinbaren und mittlerweile so normalen Gerät, dass du vor ein paar Tagen in eine blaue Kunstlederhülle gesteckt hast machst den Klettverschluss auf und ziehst es langsam heraus. Wie du erwartet hast, leuchtet oben dieses kleine grüne Lichtchen auf. In regelmäßigen Abständen blinkt es auf und beruhigt dich, denn es bedeutet, dass du nicht vergessen bist, dass in diesem Moment irgendwer an dich gedacht hat und ein kleines Grinsen gleitet über deine Lippen, als du siehst, wer dir da geschrieben hat, wird dein Grinsen breiter, denn es ist deine beste Freundin. Sie zieht dich wieder etwas heraus aus der Leere, denn die Freude über dieses Wochenende übermannt dich wieder. Du fährst nach Hause, einfach nach Hause, siehst sie alle wieder, oder zumindest einen großen Teil von all den Leuten, die dir wichtig sind. Und doch, musst du dich ausbessern, es ist nicht mehr wirklich dein Zuhause, denn du wohnst jetzt in Graz. Du wohnst jetzt in der großen Stadt, dort wo du zum Studieren hingezogen bist und besuchst eigentlich nur deine Eltern. Wieder kommt dieser Schmerz in dir hoch, denn eigentlich fühlst du dich noch zu jung um von zu Hause getrennt zu sein.

Seufzend siehst du wieder aus dem Fenster. Es bringt sich nichts, denn du fährst jetzt nach Hause, der Ort, der für dich wirklich „Daheim“ bedeutet, du weißt nicht, wie das in Zukunft werden wird, denn es ist für dich noch unvorstellbar den Ort einmal nicht daheim zu nennen in dem du aufgewachsen bist, du fühlst dich, als hättest du zwei Orte an die du gehörst, zwei Wohnungen, zwei Zimmer, zwei Städte, die für dich „Heimat“ bedeuten, doch gehörst du auch in keine von den beiden. An dem einem Ort sind all die Erinnerungen, alles, was du in deiner Kindheit erlebt hast, in dem anderen Zimmer, dem Zimmer, dass du dir mit großer Freude selbst eingerichtet hast, dass deine Persönlichkeit wiederspiegeln soll, ja in diesem kleinem Zimmer, da ist alles, was dich ausmacht. Deine Sachen, die dich zu der Person machen, die du bist. Viele deiner Bücher, viele deiner Dekorationen und eben diese Kleinigkeiten, die einen Ort für dich zu Hause nennen. An den einen Ort gehörst du nicht mehr, da all diese Dinge fehlen, da du hier jetzt ja doch nur noch irgendwie als Gast zählst, an den anderen Ort gehörst du aber nicht, da dir all die Erinnerungen und all deine Freunde fehlen. Es ist, als wärst du entzweigerissen.

Wieder verwirfst du diesen Gedanken wieder, denn er tut nur zu sehr weh und außerdem kannst du nicht ändern, was geschehen ist und du weißt, auch wenn es wehtut, dass es richtig war und dass es schöne Jahre werden, die da vor dir stehen. Wieder gleitet ein Grinsen über deine Lippen, aber nicht nur wegen den guten Aussichten, sondern auch, weil du den ersten Bahnhof und somit eine Stunde von den fünf langen Fahrstunden, hinter dir gelassen hast und weil dein Handy wieder diesen kleinen aber erfreulichen Ton von sich gegeben hat. Mit ihren kleinen SMS schafft es deine Beste dir wieder die Vorfreude auf dieses Wochenende in Erinnerung zu rufen, denn deshalb sitzt du eigentlich in diesem Zug, weil du nach Hause willst, weil du deine Familie wieder sehen willst und dich schon darauf freust sie alle wieder zu sehen. An die Rückreise willst du erst am Sonntag denken, denn vorher hast du keinen Grund dazu, immerhin kommt zuerst die Freude.

Wieder geht dein Blick aus dem Fenster, denn du kannst es kaum noch erwarten die dir seit deiner Kindheit vertraute Umgebung zu sehen, doch zur Zeit ist alles schwarz, denn du fährst durch einen Tunnel. Alle paar Sekunden siehst du wieder raus und als dich die Sonne blendet, zwickst du zwar die Augen zusammen, doch du bist glücklich, es kommt zwar schnell ein neuer Tunnel, doch du musst ja immerhin zuerst durch die Berge, da du auf der anderen Seite der Alpen Zuhause bist. Als auch dieser Tunnel vorüber ist, beobachtest du ein wenig die Umgebung, du kennst dich hier nicht aus, doch du weißt, nicht mehr lange und ich bin daheim. Mit diesem Gedanken lässt du deinen Gedanken wieder freien Lauf und beendest diesen Text, denn die Reise mag lang sein, doch auch du weißt:
Irgendwann werde auch ich ankommen!

___________________________________________________by at plutos____

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Abschied

Es fällt nun schwer, der Blick bleibt leer.
Gefühle, die durcheinanderwirbeln, sich nicht entscheiden können, in welcher Reihenfolge sie an die Oberfläche komme. Die sich nicht einig werden, wer denn den Vorrang hat, welches denn nun erwünscht ist.
Gefühle, die dich verwirren, Gefühle, die dich zum Schreien bringen, Gefühle, die dich zum Lachen bringen, Gefühle, die am liebsten immer haben möchtest, Gefühle, die du nur noch an die Wand schießen möchtest, Gefühle, die dich mehr – oder weniger – berühren. Du fühlst dich wie betäubt – und doch ist es, wie der ärgste Höhenrausch.

Bilder, mit rasender Geschwindigkeit, mit Schneckentempo, wie Raketen, sausen und brausen sie vorbei, oder sie schlängeln herum, kriechen heran. Bilder aus allen Zeiten.
Nur einzelne Fetzen, kaum zu erkennen, schon wieder weg, ganze Filmstreifen, deutlich und klar, in rasendem Tempo, einzelne Schnappschüsse, mehrere Atemzüge und doch unerkannt.
Bilder, die lachen, Bilder die weinen, Bilder die schön sind, Bilder die hässlich sind, alles bunt durcheinander gemischt. Farbenfroh, aber auch gleichzeitig blass.

Geräusche, überall, egal wo du dich hinbewegst, du wirst sie nicht los. Schließe die Augen, dreh Musik auf, lieg im ruhigen Gras, du wirst sie nicht los. Stimmen, überall, keine einzelnen Worte, nichts, das du verstehen kannst.
So fremd, und doch so nah. Du kennst sie, doch weißt du nicht woher. War es eine Erinnerung, oder doch nur ein Traum? Die Ungewissheit schüttelt an dir, hält dich wach.

Die Sinne sind allesamt im Alarmmodus, du weißt nicht wieso, doch stellt es dir die Gänsehaut auf, glaubst, jetzt passiert dann was, gleich. Es ist wie ein Höhenflug, die Sachen gepackt, das Handy geladen, mit Essen beladen, stehst du da und wartest.
Du weißt, du willst gehen, doch irgendwas ist da noch. Du kannst es nicht definieren, weißt nicht genau, was es soll, doch es lässt dich nicht los. Es ist, als hättest du etwas ganz Wichtiges vergessen. Noch einmal gecheckt, fehlt der Schlüssel, fehlt die Uhr, vielleicht das Duschgel?
Nein, alles ist gepackt, doch du weißt, irgendetwas hast du vergessen, etwas ganz Wichtiges, das du nicht mehr nachholen kannst.

Hast du dich auch von all deinen Freunden verabschiedet? Du tust es zur Sicherheit noch einmal, gibst ihnen zum zehnten Mal deine Nummer, versprichst sie ganz oft zu besuchen und dich zu melden, sobald du da bist. Eine große Feier zu veranstalten, ihnen ganz viele neue Leute vorzustellen, sie einzuladen, ihnen deine neue Umgebung zu zeigen, sie ja nicht zu vergessen und immer wieder zu kommen.
Doch noch immer hast du das Gefühl, als würde was fehlen.

Mit einem Schlag wird es dir klar.
Es sind die Erinnerungen, die dich festhalten, Erinnerungen an all die Tage, an all die Feste, all die Stunden, all die Nächte, all die Freunde, all die Freuden, all die Missgeschicke, all die Fehler.
Es ist, als würde das  Haus zu dir sprechen, dir noch einmal sagen wollen, was du alles erlebt hast…

Eben so geht es mir, ich stehe in der Schwelle, weiß: Heute geht es los aber ich will noch nicht, kann noch nicht, da ich noch immer das Gefühl habe, etwas vergessen zu haben…
Ich stehe da, blicke auf das Haus – ja, ich komme wieder zurück, nur wann – und kann nicht weiter gehen. Freude macht sich in meinem Körper breit, Freude auf das Kommende, doch ging es mir dann doch zu schnell.
Kleine Tränen treten in meine Augen, doch ich weiß: Nur einmal muss ich jetzt stark sein und dann wird es schön, ich kann nicht hier bleiben.
_________________________________________________by at plutos______ 

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Gipfelsteig

Ein weiterer Tag, ein weiteres Ziel, ein weiterer kleiner Schritt nach vorne. Was es bringt? Ich weiß es nicht. Wohin es mich bringt? Ich weiß es nicht.
Es ist ein weiterer Schritt, ein kleines Häkchen auf der “Noch zu erledigen Liste”, ein gutes Gefühl, aber doch nicht so berauschend, wie einem gesagt wird. Noch ist es ja nicht ganz vorbei, aber der größte Teil ist geschafft – und es war nicht allzu anstrengend. Es war nicht so schwer, wie jeder immer sagt.

Lächelnd gehst du aber doch hinaus, egal wie es gelaufen ist, du bist froh, dass es vorbei ist und jetzt, wo du auch sagen kannst, du hast es geschafft, da die Schreckensnachricht noch ausblieb, da macht sich ein Grinsen auf deinem Gesicht breit. Du hast keine Ahnung, wohin es führt, du weißt nicht, was du davon halten sollst und doch, es ist ein gutes Gefühl.
Dem Ziel seit vier Jahren um so ein großes Stück näher zu sein, den Gipfel jetzt nicht nur in der Ferne schon zu sehen, sondern ihn wirklich schon zum Greifen nahe sein, einen Fuß schon  haben und nur noch den zweiten machen zu müssen. Es fühlt sich wirklich gut an. 

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Frühlingserwachen

Gleich mal zu Beginn, damit dies hier jetzt alles keine Missverständnisse aufwirft –> das hier wird keine Buchrezession.
Ich meine, einige von euch werden vielleicht über diesen Artikel stoßen, da sein Titel ja, wie ich bereits erwähnt habe, der Titel eines Buches ist, aber das ist nicht der Grund, weshalb all diese schwarzen Buchstaben auf euren Bildschirmen stehen.
Zugegebener Maßen, ich kenne das Buch, wir haben es sogar zu Hause, aber ich habe es nie gelesen – wenn ich es auch nachholen möchte, soviel ich nämlich gehört habe, soll es ziemlich gut sein – daher kann ich also schlecht ein Urteil über dieses scheinbar wundervolle Stück Literatur haben.

Okay, ganz soweit hergeholt ist diese Sache jetzt dann aber doch nicht, immerhin hat mich besagtes Buch, welches ich – außer vielleicht die erste Seite – noch nie gelesen habe, auf den Titel meiner kleinen Gedankenausschüttung hier gebracht und vielleicht hat auch der Inhalt zumindest ansatzweise irgendwelche Parallelen, was ich ja nicht beurteilen kann, da ich das Textstück nicht kenne.

Um weitere Spekulationen zu verhindern, fange ich nun aber mit dem eigentlichen Thema an, immerhin sollte dies hier kein tausend Seiten Aufsatz, sondern nur eine kurze Bündelung meiner wild umherschwirrenden Gedanken werden. Wenn das Wetter so langsam wieder wärmer wird, die ersten Tage im Freien verbracht werden können, man den ersten Bikini fürs Jahr kauft, der erste Sonnenbrand sich seinen Weg bahnt und so mancher schon an Baden denkt, dann werden doch ganz eigenartige Gefühle in uns wach, oder spürt ihr es nicht?
Es geht nicht so sehr darum, dass es wieder warm ist und wir hinaus können, dass wir unsere warmen Klamotten wieder hinten in den Kasten stopfen können und zum ersten Mal wieder mit Leggings und Tanktop in die Schule kommen können, es geht dabei viel mehr um ein abstraktes Gefühl. Ein Gefühl von Freiheit, Erleichterung, dass der Winter vorbei ist, dass es wieder warm wird, wie ein Neuanfang.
Es geht um dieses kleine Kribbeln, dass nicht zuzuordnen ist, von dem man nicht weiß, woher es kommt. Einzigartig und doch so gleich, Undefinierbar und doch so klar. Es ist wie der feine Regen, der dir ins Gesicht tropft, obwohl es warm ist, wie der Wind, der dir deine Haare ins Gesicht weht und dich begrüßt, es ist der Frühling, der zu dir spricht und sagt:
“Hallo, da bin ich wieder. Hast du mich vermisst?”
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Zeit

Vergeht & besteht
Bleibt & verweilt 

Die Zeit vergeht; immer und immer,
Was du auch machst, sie wird immer weiter gehen…
Denn sie ist nur relativ;
Eine Empfindung von uns, nichts Beständiges…
Darum lass dir sagen, mach dir nichts draus…
Es geht nicht darum, dass du deine Zeit nicht vergeudest, oder immer alles richtig machst…
Es ist nicht wichtig, alles immer zu planen und nie neben der Spur zu sein…
Es ist nicht von Bedeutung, immer das richtige Timing zu haben und am Ende des Tages sagen zu können:
“Heute habe ich echt alles gemacht, was ich mir vorgenommen habe”  :)

Es geht darum, auch einmal loszulassen, den Tag genießen, sich in die Sonne – oder in den Regen – zu setzen (oder stellen, was auch immer gemütlicher sein mag) mit dem Kopf in den Himmel zu schauen, die Augen zu schließen und sagen zu können:
“Heute nicht, es gibt genug Tage, ich habe alle Zeit der Welt, aber heute…heute nicht…”

Denn am Ende deines Lebens geht es nicht darum, was du alles geschafft hast und was nicht, was du gemacht hast, welche Leistungen du erzielt hast.
Nein, es geht darum, wie du dich dabei gefühlt hast und ob du sagen kannst:
“DAS WAR EIN SCHÖNES LEBEN!”

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